OWK Wanderfreizeit im Hohenloher Land (17.07.-20.07.2025)
Nach zwei Jahren Pause war es wieder so weit. Einige Mitglieder des OWK brachen auf zu einer erholsamen Wanderfreizeit. Am Donnerstag, den 17. Juli fuhren wir zu unserer Unterkunft der Pension Seiffert, zwischen Rot am See und Gerabronn gelegen. In der fast autofreien Umgebung der Pension angekommen genossen wir am ersten Tag die herrliche Ruhe in geselliger Runde bis spät in die Nacht.
Nach einem stärkenden Frühstück am nächsten Morgen traten wir die 6. Etappe auf dem Kulturwanderweg an der Jagst an. Mit dem PKW fuhren wir nach Krautheim. Hier starteten wir zu unserem heutigen Tagesziel nach Hohebach. Kurz nach unserem Start erwartet uns die erste Sehenswürdigkeit: der Kuharsch der nichts mit dem Götz von Berlichingen zu tun hat, sondern mit einer Quelle, an dessen Seiten sich das Kalkgestein derart ablagert, dass die Ausformungen aussehen wie, na eben wie ein Kuharsch. Wenn man es genau nimmt, gibt es mehrere Kuhärsche – also, dickere Ausformungen der Rinne. Wir sind am Wanderweg direkt an einem vorbeigekommen und konnten dann schön die steinerne Rinne sehen, die sich durch den Wald schlängelt. Wir blieben oberhalb der Straße, immer am Hang, mit Blick auf die Jagst. Der Weg führte durch Streuobstwiesen hindurch und Weinberge entlang nach Klepsau. Kurz vor Dörzbach führte uns der Weg wieder hinunter ins Tal. In Dörzbach war einst der Endhaltebahnhof der Jagsttal Bahn, die die Strecke Möckmühl-Dörzbach verband. Nach einer Trinkpause in einem Biergarten (was im Nachhinein goldrichtig war) geht es wieder hinauf auf den Hang mit den Streuobstwiesen, vorbei am Generationenpfad und dem Pfad der Stille mit Wissenstafeln zu Flora und Fauna und irgendwann mit Blick auf die Kapelle St. Wendel zum Stein. Unser Ziel ist schließlich mit dem Gasthof Verborgener Winkel erreicht. Das herrliche Wetter an diesem Tag wollten wir noch nutzen für eine gemeinsame Einkehr. Leider war dieser geschlossen entgegen Ihrer Auskunft und so fuhren wir wieder zurück zu unserer Unterkunft.
Am nächsten Morgen fuhren wir zu einer Stadterkundung ins ca. 30 km entfernte Bad-Mergentheim. Hier hatten unsere Tourenplaner eine Stadtführung ausgemacht. Die Führung dauerte 90 Minuten und es wurde uns einiges über die Ursprünge der Stadt erläutert. Einige Wahrzeichen, die uns unsere Stadtführerin näherbrachte, waren das alte Rathaus das 1564 im Stil der Renaissance errichtet wurde.
Der Milchlings Brunnen gilt als Wahrzeichen der Stadt und wurde 1926, anlässlich des 100-jährigen Jubiläums der Entdeckung der Heilquellen und Anerkennung der Stadt als Heilbad, an dieser Stelle errichtet.
Gleich gegenüber wurden 1780 die Zwillingshäuser im frühklassizistischen Stil errichtet. An ihnen ist der damals geltende hohe gestalterische und städtebauliche Anspruch in der Stadt ablesbar.
Im Rahmen der Neugestaltung des Hans-Heinrich-Ehrler-Platzes im 19. Jahrhundert schuf der Bildhauer Franz Th. Pfeiffer 1855 den Marienbrunnen. Bis 1779 befand sich auf dem Platz die Weth, ein offenes Wasserreservoir, das zur Brandbekämpfung diente und auch als Reinigungsbad für Pferde genutzt wurde.
Die Marienkirche wurde im 14. Jahrhundert vom Dominikanerorden erbaut und im Jahr 2016 renoviert und wiedereröffnet. Die wertvollen Fresken sind in der Sakristei, dem Chor und dem Kreuzgang zu sehen. Bemerkenswert ist neben dem neugotischen Hochaltar der Schnitzaltar mit der Sterbeszene der Gottesmutter aus der Umgebung Riemenschneiders sowie die mittelalterlichen Fresken.
Nach der Führung konnten die Teilnehmer die Stadt für sich erkunden, ehe sich alle wieder zum gemeinsamen Abendessen in unserer Unterkunft einfanden. Alle Teilnehmer ließen die Tage, die leider viel zu schnell zu vorüber gingen, Revue passieren.
Am nächsten Tag hieß es Abschied nehmen von unserer Unterkunft, in einer Landschaft zum Durchatmen, fern ab von den großen Autobahnen, Bundes und Landstraßen. Die Ruhe, die Abgeschiedenheit und die gesellige Gemeinschaft der diesmal 26-köpfigen OWK-Gruppe war mal wieder ganz hervorragend. Diese Familienfreizeiten sind der Kitt, der uns zusammenhält, und wir Petra und Stefan bedanken uns recht herzlich bei euch, dass ihr dabei wart.